Was ist sexuelle Belästigung?
Dieser Beitrag erklärt, was unter sexueller Belästigung zu verstehen ist und welche rechtlichen Grenzen dabei eine Rolle spielen. Das Thema betrifft sowohl das Berufsleben als auch das private Umfeld. Für eine rechtliche Einordnung sind das konkrete Verhalten und die Umstände des jeweiligen Falls entscheidend. Wer mit einem entsprechenden Vorwurf konfrontiert wird, sollte die gesetzlichen Voraussetzungen und seine Rechte kennen.
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Was ist sexuelle Belästigung?
Das Strafgesetzbuch regelt den Tatbestand der sexuellen Belästigung in § 184i StGB. Grundsatz ist: Ohne körperliche Berührung keine strafrechtliche sexuelle Belästigung im Sinne des § 184i StGB.
Die sexuelle Belästigung ist so etwas wie die kleine Schwester des sexuellen Übergriffs im Sinne des § 177 Abs 1 StGB. Der Unterschied ist, dass es keine wirkliche sexuelle Handlung gibt, wie es bei einem sexuellen Übergriff der Fall ist. Vielmehr geht es um die Ahndung von Körperberührungen im sexuellen Kontext. Beispiele hierfür sind die Berührung der weiblichen Brust oder das Berühren des männlichen wie weiblichen Hinterns.
In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass es oft auf eine pauschale Einschätzung der zuständigen Gerichte ankommt. Die Vorschrift in ihrer Unbestimmtheit eröffnet den Gerichten relativ große Spielräume.
Ein wichtiger Verteidigungsansatz ist jeweils der entsprechende Vorsatz des Beschuldigten. Entscheidend ist, dass eine vermeintliche sexuelle Belästigung auch nur dann angenommen werden kann, wenn der Beschuldigte auch in sexueller Absicht gehandelt hat.
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